Die Hautarztpraxis im Ärztezentrum
 Die Hautarztpraxis im Ärztezentrum

Allergologie

IIn unserer Praxis werden folgende Allergietestungen durchgeführt:

  • Pricktestung (bei der Frage nach Pollen-, Hausstaubmilben-, Tierhaar- oder Nahrungsmittelallergien) bei Kindern ab 6 Jahren und bei Erwachsenen ohne Altersbschränkung
  • Blutabnahmen zur RAST - Untersuchung (bei der Frage nach Nahrungsmittel-, bestimmte Medikamenten-, Pollen-, Insektengift-, Tierhaar- und Hausstaubmilbenallergien)
  • Epicutantestung (bei der Frage nach Kontaktallergien, z.B. gegen Nickel, Kosmetika, Duftstoffe etc.)
  • Testungen bei Verdacht auf beruflich bedingte Allergien

Zur Behandlung einiger Arten von Allergien steht die sogenannte spezifische Immuntherapie zur Verfügung (SIT), auch Hyposensibilisierung oder "Allergieimpfung" genannt. 

 

In unserer Praxis wird SIT mit Spritzen (SCIT) ab 12 Jahren durchgeführt, SIT mit Tabletten oder Tropfen (SLIT) ab 6 Jahren. Nach oben gibt es für beide Verfahren keine Altersgrenze.

Wissenswertes über Allergien

 

1. Was genau ist eine Allergie?

 

Eine Allergie ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf eigentlich "harmlose" Fremdstoffe (Allergene oder Antigene). Der Körper reagiert mit Entzündungszeichen und der Bildung von Antikörpern.

 

2. Wie zeigt sich eine Allergie?

 

Allergien können sich auf viele Arten zeigen; die möglichen Reaktionen reichen von leichten Hautausschlägen, Juckreiz an Haut und/ oder Schleimhäuten, Hautrötung, Schleimhautschwellung etc. bis hin zu lebensbedrohlichen Reaktionen (anaphylaktische Reaktion oder allergischer Schock). Solche heftigen allergischen Reaktionen sind glücklicherweise selten. Sie treten am ehesten bei Insektengiftallergien, bestimmten Nahrungsmittelallergien oder Medikamentenallergien auf.

 

Insbesondere folgende Symptome können auf eine Allergie hindeuten:

 

  • Atemwege: Heuschnupfen, (chronische) Nebenhöhlenentzündung, Asthma
  • Haut: Nesselsucht, Hautentzündung (Ekzem)
  • Augen: chronische, jahreszeitlich oder situationsbedingte Bindehautentzündung
  • Magen-Darm-Trakt:Durchfall, Übelkeit v.a. in Verbindung mit bestimmten Nahrungsmitteln oder Nahrungsmittelgruppen

 

3. Gibt es verschiedene Arten von Allergien? 

 

Ja, das stimmt. Die Medizin unterscheidet vier Typen von Allergien:

 

a) Typ-I-Allergie (Sofort-Typ)

 

Die Typ-I-Allergie wird auch als Allergie vom Soforttyp bezeichnet und ist die häufigste Allergieform. Die Bezeichnung kommt daher, dass die allergische Reaktion sehr schnell nach Kontakt mit dem Allergen erfolgt (meist innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden). Sucht man nach einer Typ-I-Allergie, wird ein Prick- oder Intracutantest durchgeführt. Dabei werden Allergenextrakte in die Haut eingeprickt (daher die falsche, aber anschauliche Bezeichnung "Piekstest") Das Ergebnis liegt nach ca. 20-30 Minuten vor und kann sofort abgelesen werden. Auch die RAST-Untersuchung (Allergietest über das Blut) kann bei Verdacht auf Typ-I Allergie weiterhelfen.

Typische Beispiele für diesen Allergie-Typ sind die Nesselsucht, die allergische Bindehautentzündung, der allergische Schnupfen (Heuschnupfen) und das allergische Asthma. Weiter zählen zum Soforttyp die allergische Schleimhautschwellung (angioneurotisches Ödem oder Quincke-Ödem) und der anaphylaktische Schock.

 

b) Typ-II-Allergie (Zytotoxischer Typ)

Bei der Typ II-Allergie bilden sich innerhalb weniger Stunden Immunkomplexe zwischen Antigenen (z.B. bestimmten Medikamenten oder transfundiertem Fremdblut) und IgG-Antikörpern im eigenen Blut. Dabei kommt es zur Zerstörung von körpereigenen Zellen.

Beispiele für Typ-II-Allergien sind der medikamentenbedingte Blutplättchenmangel (Thrombozytopenie), die hämolytische Anämie (Blutarmut durch Zerstörung von Blutkörperchen) nach Bluttransfusionen oder die allergische Agranulozytose (schwere Blutarmut durch allergische Reaktionen)

 

c) Typ-III-Allergie (Immunkomplex-Typ)

Die Typ III-Allergie wird auch Immunkomplex-Typ-Allergie oder Arthus-Typ-Allergie genannt. Hierbei bilden sich innerhalb von Stunden Immunkomplexe aus Antigenen (Allergenen) und Antikörpern (körpereigenen Abwehrstoffen), die sich dann entweder an Blutgefäßwänden festsetzen oder mit dem Blutstrom im Körper verteilen.

Beispiele für die Typ-III-Allergie sind allergische Gefäßentzündungen (Vaskulitis), allergische Lungenentzündungen (Farmer- oder Vogelzüchterlunge) oder auch die Serumkrankheit

 

d) Typ-IV-Allergie (Spättyp)

Bei der Typ IV -Allergie oder Allergie vom verzögerten Typ (Spättyp-Allergie) treten die Reaktionen erst Stunden bis Tage nach dem Kontakt mit dem Allergen ein. Hierbei handelt es sich oft um Entzündungsreaktionen vor allem der Haut, aber auch vereinzelt innerer Organe. Bei ihrer Entstehung spielen bestimmte Zellen des menschlichen Immunsystems, die sogenannten T-Lymphozyten, eine wichtige Rolle.

Typ IV-Allergien sind gar nicht so selten; viele beruflich bedingte Allergien z.B. bei Industriearbeitern, Friseuren, Krankenpflege- oder Reinigungspersonal gehören zu diesem Typ. Der zugehörige Allergietest heißt "Epicutantest", hierbei werden Allergenextrakte mit Pflastern auf die intakte Haut aufgebracht. Das Ergebnis ist nach 4 Tagen ablesbar. 

Beispiele für die Typ-IV-Allergie sind das allergische Kontaktekzem, das Arzneiexanthem (Hautausschlag durch Medikamentenallergie). Auch die Transplantatabstoßung (z.b. einer transplantierten Niere) ist eine allergische Reaktion vom Spättyp.

 

Wenn man von "Allergie" spricht, meint man meistens eine Allergie vom Typ I oder Typ IV, da diese am häufigsten auftreten. Typ II und III sind weniger bekannt. 

 

4. Kann man Allergien vorbeugen?

 

Die beste Vorbeugung ist die Meidung des Allergens, was leider nicht immer hundertprozentig möglich ist. Bei Tierhaarallergie kann man allerdings die entsprechenden Tiere meiden, bei Nahrungsmittelallergie die Dinge, auf die man allergisch ist, aus seiner Ernährung verbannen. Bei Hausstaubmilbenallergie stellt die sog. Hausstaubmilbensanierung eine wirksame Symptomprophylaxe dar (z.B. milbenallergendichte Überzüge für Bettzeug und Matratze). Wenn man auf einen Berufsstoff allergisch ist, sollte man diesen meiden bzw beim Umgang damit Handschuhe tragen; im Extremfall kann sogar ein Berufswechsel nötig werden. 

Weitere Empfehlungen zur Allergieprophylaxe umfassen das ausschließliche Stillen für die ersten 6 Lebensmonate bei Neugeborenen mit erhöhtem Risiko, an Allergien zu erkranken. (Übrigens sind Allergien nicht angeboren; der Körper muss mindestens einmal Kontakt mit einem Allergen gehabt haben, um die allergische Reaktion zu "lernen"). Auch dem Verzehr von Probiotika (=Nahrungsmitteln mit Zusatz von natürlichen Darmbakterien, zB probiotischen Joghurts) wird eine prophylaktische Wirkung zugeschrieben, was aber noch nicht eindeutig bewiesen ist.

 

 

5. Wie werden Allergien behandelt?

 

Die spezifische Immuntherapie (SIT) , auch Hyposensibilisierung genannt, ist eine Möglichkeit, die Reaktion des Körpers auf Antigene gezielt zu beeinflussen. Dabei werden dem Betroffenen wie bei einer Impfung langsam ansteigende Allergendosen unter die Haut gespritzt oder in Tabletten/ Tropfenform verabreicht. So soll das Immunsystem lernen, eine Toleranz gegen das jeweilige Antigen zu entwickeln. SIT ist nur wirksam bei Typ-I-Allergien. Für Kontaktallergien vom Typ IV besteht diese Möglichkeit nicht

 

6. Heilt eine SIT meine Allergie?

 

Eine SIT kann Allergiesymptome deutlich bessern oder sogar für viele Jahre und Jahrzehnte ganz zum Verschwinden bringen. Allerdings bleiben Allergietests meist positiv, auch wenn keine Symptome mehr bestehen. Je älter der Betroffene ist, je länger die Allergie bereits besteht und je mehr Allergene Reaktionen auslösen, desto weniger erfolgversprechend ist die SIT. 

Die besten Erfolge werden bei Insektengiftallergien erzielt, gefolgt von Hausstaubmilben- und Pollenallergien. Hyposensiblisierungen bei Tierhaarallergien sind selten von Erfolg gekrönt und gehen mit einem erhöhten Risiko von Nebenwirkungen einher, vor allem, wenn das auslösende Tier nicht gemieden werden kann. Bei Nahrungsmittelallergien ebenso wie bei Medikamentenallergien gibt es so gut wie keine Möglichkeit einer Hyposensibilisierung; hier besteht die empfehlenswerteste Therapie darin, das auslösende Nahrungsmittel bzw. Medikament strikt zu meiden.


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